Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen zum Kleindenkmalprojekt

Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Reinhard Wolf, Martina Blaschka und Dr. Ulrike Plate, Gruhe in Esslingen 2012.
Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Reinhard Wolf, Martina Blaschka und Dr. Ulrike Plate, Gruhe in Esslingen 2012.

Informationen zum Erfassungsprojekt

Zur Erforschung der Kleindenkmale und vor allem auch zum Schutz vor Verfall oder Zerstörung ist es notwendig, möglichst alle Kleindenkmale im Land zu erfassen und zu dokumentieren. Hierzu wurde in Baden-Württemberg im Jahr 2001 das "Projekt zur Erfassung und Dokumentation von Kleindenkmalen" ins Leben gerufen.

Auf Initiative des Schwäbischen Heimatbundes und in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und weiteren Partnern wie dem Schwarzwaldverein, dem Schwäbischen Albverein, dem Landesverein Badische Heimat, der Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale (GEEK) und örtlichen Geschichtsvereinen erfolgt seither landesweit die systematische Dokumentation.

 

 

Übergabe der Dokumentation in Reutlingen.
Übergabe der Dokumentation in Reutlingen.

Informationen zur Mitarbeit

Unterstützt von den Landratsämtern werden die Daten zu den Kleindenkmalen in den einzelnen Land- und Stadtkreisen von ehrenamtlichen Mitarbeitern erfasst und anschließend in den Kreisarchiven und in einer zentralen digitalen Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege archiviert. Diese Informationen bilden eine wertvolle Grundlage für die Erforschung, Erhaltung und Vermittlung dieses spezifischen Kulturguts. Auf den folgenden Seiten finden sich die Kontaktadressen in den Stadt- und Landkreisen sowie Hinweise zum Vorgehen der Datensammlung und die dafür notwendigen Dokumente wie Erfassungsbögen als Download-Datei.

 

 

Denkmal an die jüdische Gemeinde in Appenweier.
Denkmal an die jüdische Gemeinde in Appenweier.

Informationen zu den Kleindenkmalen

Höchst unterschiedlich sind die Kleindenkmale gestaltet. Nicht nur das Material, die Größe und Gestalt variieren, sondern auch die Funktion und Bedeutung der Kleindenkmale. Manche erinnern an ehemalige Besitzverhältnisse wie die Grenzsteine oder an die Rechtsprechung vergangener Zeit wie Galgen und Richtstätten. Andere Kleindenkmale habe religiöse Hintergründe wie die Bildstöcke und Wegkreuze oder sie erinnern an besondere Ereignisse wie Hochwasser und an bedeutende Persönlichkeiten. Neben der Definition und der Bedeutung der Kleindenkmale werden auf den folgenden Seiten exemplarisch einzelne Beispiele der Kleindenkmale aus den Land- und Stadtkreisen in Baden-Württemberg vorgestellt. Natürlich kann hier nur eine kleine Auswahl der vielen tausend Kleindenkmale im Land gezeigt werden.

 

 

Informationen zu Aktionen rund um Kleindenkmale

Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen sollen auf die Bedeutung der Kleindenkmale aufmerksam machen. Nur wer die Hintergründe der einzelnen Kulturdenkmale in unserer direkten Umgebung kennt, kann deren Wert erkennen und sich für den Erhalt und den Schutz einsetzten. Schulprojekte, Wanderungen und Radtouren für Jung und Alt, Vorträge, Führungen, Ausstellungen, Fachtagungen und vieles mehr werden zum Thema "Kleindenkmale in Baden-Württemberg" geboten.

 

 

Gruhe im Kreis Ludwigsburg.
Gruhe im Kreis Ludwigsburg.
Ausstellung in Leinfelden-Echterdingen.
Ausstellung in Leinfelden-Echterdingen.
Geführte Fahrradtour im Rems-Murr-Kreis.
Geführte Fahrradtour im Rems-Murr-Kreis.

Ablauf des Kleindenkmalprojekts in einem Stadt- oder Landkreis

Folgende Schritte sind innerhalb der Stadt- und Landkreise bei der Teilnahme am Projekt der Erfassung und Dokumentation von Kleindenkmalen zu beachten:

 

1) Vorbereitungsgespräche zwischen Organisatoren: Landkreis oder kreisweiter Verein, dort aktiven Verbänden

    und Vereinen und Lenkungskreis

2) Sichtung bereits vorhandener Erfassungen und Aktivitäten

3) Suche ehrenamtlicher Koordinatoren/-innen durch die Verbände und die Projektverantwortlichen,

    die in einem Stadt- oder Landkreis die Dokumentation anleiten und betreuen

4) Besprechung Kreiskoordination, Lenkungskreis und Stadt- bzw. Landkreis

5) Suche nach ehrenamtlich Mitarbeitenden, Anschreiben an Ortsgruppen der Verbände und sonstige eventuell

     interessierte Personen mit Informationen zum Projekt und Einladung zu einer Informationsveranstaltung

     auf Kreisebene; gleichzeitig Information an alle Gemeindeverwaltungen über das Vorhaben und dessen

     Durchführung

6) Pressetermin mit den im Kreis beteiligten Projektverantwortlichen bei einem Kleindenkmal

7) Informationsveranstaltung auf Kreisebene, Auftakt zur systematischen und flächendeckenden

    Dokumentationsarbeit

8) Informationsveranstaltung im kleinen Kreis zur Einführung in das Vorhaben, zur Motivation und

    Schulung der Mitarbeitenden und zur Erläuterung des Erfassungsbogens

9) Erfassungsphase, Dauer nach Absprache. Die Vereinbarung eines Schlussdatums (z.B. nach 2-3

    Winterhalbjahren) hat sich bewährt

10) Information der Mitarbeitenden bei Zwischenbilanz-Treffen

11) Rücklauf der Erfassungsbogen an die Kreiskoordination

12) laufende Prüfung und Abgleichung der Erfassungsbogen sowie Beratung der ehrenamtlichen

     Mitarbeitenden

13) Kreiskoordination gibt Erfassungsbogen an die Projektkoordinatorin im LAD weiter

14) Bearbeitung und Digitalisierung der Dokumentationen

15) Abschlussbilanz im Rahmen einer Abschlussveranstaltung

16) Übergabe der Originaldokumentation an das zuständige Archiv (Kreis oder Stadt)

17) Digitale Daten (Tabellen und Fotos) stehen den Gemeinden, Verbänden, der Landesdenkmalpflege

      und den Mitarbeitenden zur Verfügung

18) abschließende Presseaktion

19) Publikationen auf der Grundlage der gesammelten Daten möglich. Ebenso Einarbeiten der Daten

      in das GIS-System eines Kreises oder einer Gemeinde

 

 

 

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