Stadt- und Landkreise

Landkreis Hohenlohekreis (KÜN)

Die Erfassung der Kleindenkmale im Projektkreis Hohenlohekreis dauerte von 2005 bis ins Frühjahr 2011. Für einige Gemeinden liegen Dokumentationen vor. Für Rückfragen steht das zuständige Landratsamt zur Verfügung.

 

 

Ansprechpartner

Michael Buss

Landratsamt
Hohenlohekreis

Postfach 1362
74643 Künzelsau

✆ +49(7940) 1 82 18
michael.buss(at)hohenlohekreis.de

Christian König

Landratsamt
Hohenlohekreis

Postfach 1362
74653 Künzelsau

Weitere Informationen zum Hohenlohekreis finden Sie unter:

Die Kleindenkmale sind im Gis-System des Landkreises verzeichnet. Siehe dazu:

hokis

sowie Bürger-GIS im Hohenlohekreis:

hokgis

 

Kleine Auswahl von Kleindenkmalen im Hohenlohekreis

Bildstock mit 14 Nothelfern

Die Inschrift „Ihr hl. vierzehn Nothelfer bittet für uns!“ erklärt die vielen Heiligen, die im Relief abgebildet sind. Über allen Heiligen sitzt das apokalyptische Lamm auf dem Buch mit den sieben Siegeln. Das Lamm Gottes war Johannes, dem Verfasser der Offenbarung im Neuen Testament, in seinen Visionen erschienen, wie es die Siegel des Buches öffnete. Mit den 14 Nothelfern sind 14 Heilige für alle Lebenslagen mit ihren jeweiligen Zuständigkeiten und Aufgabenbereichen versammelt. Die Heiligen lassen sich anhand ihrer Attribute identifizieren. In der Regel zählen folgende Heilige zu den 14 Nothelfern: Achatius, Ädigius, Barbara, Blasius, Christophorus, Cyriacus, Dionysius, Erasmus, Eustachius, Georg, Katharina, Margareta, Pantaleon und Vitus, auch unter Veit bekannt. In bestimmten Regionen jedoch werden einzelne Heilige durch regional verehrte Heilige ersetzt.

 

 

Bildstock mit Marienkrönung

Auf eine Mauer in Mulfingen ist dieser Bildstockaufsatz gesetzt: eine schöne bewegte Reliefdarstellung der Krönung Mariens. Zwei Putten halten als Rahmen den Vorhang, der oben durch eine Krone zusammengefasst wird. Wolkenwirbel betonen die Dynamik der Szene, in der Christus mit dem Kreuz und Gottvater mit der Weltkugel Maria die Krone aufsetzen, darüber schwebt die Taube, die den Heiligen Geist verkörpert.

 

Inschrifttafeln und Hausmarken

Inschriftentafeln und Hausmarken sagen viel über die Funktion der Gebäude oder über die Besitzer aus. Hinter der schlichten Inschriftentafel steht beispielsweise eine technische Errungenschaft, die viele Menschen mit Strom versorgt. Seit 1910 wird die Wasserkraft der ehemaligen Jagstmühle im Elektrizitätswerk von Dörzbach-Hohebach genutzt. Die Hausmarke im Türsturz zeigt ein Familienwappen mit Inschrift und Löwe aus dem Jahr 1788.

Denkmal für den Straßenbau – „.. bei allzeitiger Eintracht“

Dieses schlanke obeliskförmige Denkmal aus dem Jahr 1850 in der Ortsmitte von Waldenburg-Obersteinbach beschreibt den königlich-württembergischen Straßenbau in den Jahren 1810-1850. Die Inschrift lautet: „Stufen des Straßenzustandes: 1810 Kot und Wasser. 1820 verbessert. 1830 fahrbar. 1840 Antrag auf Straßenbau. 1850 chaussiert als Verbindungstrasse zwischen Öhringen und Hall“ [Hall = Schwäbisch Hall]. Auf dem Sockel gedenkt man der Wurzeln: „Es blühe die Landwirtschaft“. Die Inschrift auf der dritten Seite widmet sich der Realisierung des Neubaus: „Andenken an den Straßenbau von 1840 bis 1850, ausgeführt durch das königliche Oberamt und die Amtsversammlung, […], bei allzeitiger Eintracht“.

Gedenkstein für die Flurbereinigung

Durch Flurbereinigungsverfahren werden seit der Mitte des 20. Jahrhunderts die Besitzverhältnisse außerhalb der Ortschaften neu geregelt, um die oftmals kleinteiligen und verstreuten Flächen zu größeren Flurstücken zusammenzufügen und dadurch besser nutzbar zu machen. Nicht immer verlaufen diese Verfahren konfliktfrei.

Ob die Eintracht bei dem Flurbereinigungsverfahren, das in Mulfingen-Ailringen in den Jahren 1975 bis 1986 durchgeführt wurde, auch allzeitig war, lässt sich mit der Inschrift nicht klären. Die zusammengebundenen Ähren des Muschelkalksteins stehen für die Natur und die Felder, die lange Zeit die Lebensgrundlage in Ailringen bildeten.